"Schatz... Ich muss langsam aufhören, du weißt ich muss morgen früh raus.. Tut mir leid."
Ich halte den Atem an, schlucke die aufkommenden Tränen herunter und presse das Telefon dichter ans Ohr. "Hey. Es ist okay. Du musst morgen ausgeschlafen sein, ich versteh das."
"Ich würde am liebsten die ganze Nacht mit dir telefonieren.. Oder zumindest bis du eingeschlafen bist. Ich liebe dich." Dann legt er auf.
Ich lege das Telefon nicht weg, bis ich das Piepen in der Leitung höre. Dann erst drückt mein zitternder Finger auf die rote Taste. Während ich mit dem hässlichen Gefühl der unbeschreiblichen Leere völlig ausdruckslos auf mein Telefon starre, spüre ich, dass die Tränen einen Weg gefunden haben, meinen Augen zu entkommen. Ermattet kippe ich zur Seite, gegen die Lehne meines Schlafsofas, das ich seit fast zwei Monaten meinem Bett vorziehe, einfach, weil der Duft seines Parfums noch an den Polstern hängt. Er hat mir gerade gesagt, dass er nächstes Wochenende nicht kommen kann. Ich nehme es ihm nicht übel, denn er kann nichts dafür und ich weiß dass es ihn selbst am härtesten trifft, dass er an unserem Monatstag nicht bei mir sein kann. Dennoch schmerzt es und momentan fällt es mir immer schwerer, damit umzugehen, zumal nun eine weitere Woche ohne ihn vor mit liegt. Sogar mehr als eine Woche.
Ich habe mir nach der Sache mit B. geschworen, mich nie wieder so abhängig von einem Menschen zu machen und im Endeffekt ist es mit K. noch schlimmer. Jedes Mal, wenn er fährt, nimmt er einen Teil von mir mit. Ich bleibe zurück, starre seinem Auto nach und kehre zurück in mein Zimmer, welches voll von Erinnerungen ist. An jeder Ecke sehe ich ihn, ertappe mich, wie ich mich frage "Warum braucht er nur so lange zum Duschen?", bis mir auffällt, dass er zuhause ist, 200 Kilometer entfernt.
Ablenkung, das wäre jetzt gut. Nur sind die wenigen Personen, die infrage kommen, entweder beschäftigt oder würden nicht verstehen, warum es mich so sehr zerreißt, ihn nicht hier zu haben. Nicht mal Sport machen kann ich, da meine Knie ständig schmerzen und ich erst den Termin beim Orthopäden abwarten muss, bis ich sie wieder belasten darf. Also liege ich den Tag im Bett, schlafe und warte auf einen Anruf, ob ich wenigstens die Nacht im Krankenhaus arbeiten darf, damit ich Geld verdienen kann, schaue Serien und male mir neue Tattoovorlagen. An die wichtigen Dinge wie Wohnungssuche traue ich mich nicht heran, denn wenn er nicht dabei ist, deprimiert mich das zu sehr. Ich wünschte, er könnte herkommen. Aber er schläft jetzt und ich bin hellwach, wie ich es sicher die nächsten drei bis vier Stunden noch sein werde. Und niemand ist da, mit dem ich reden kann, der mich ablenkt. Also muss ich das wohl allein schaffen. Auch wenn ich mich frage, wie zur Hölle ich das hinkriegen soll. In manchen Nächten schreibe ich ihm und er sagt er ist froh, wenn ich mit ihm rede und es nicht für mich behalte, aber ich merke, dass es ihn traurig macht und deswegen vermeide ich es lieber.
Gerade eine Nachricht von ihm. "Entschuldige, ich weiß dass es dir nicht gut geht. Aber denk daran, irgendwann ist das vorbei. 'One day, we will never have to say goodbye, only good night.' Und jetzt schlaf gut, mein verrücktes Mädchen." Meine Antwort darauf war ein simples "Mach dir keinen Kopf um mich, ich komm schon klar. Du hast ja recht, und jetzt geh schlafen, okay? Gute Nacht ♥ Ich liebe dich."


fühl dich gedrückt! du schaffst das und wenn du magst, kannst du mir gerne schreiben, ich bin mindestens noch 3 bis 4 stunden auf, so wie du....dann bist du ned so ganz alleine...also nur wenn du magst ;)
AntwortenLöschenBitteschoen gerne geschehen....kann dir ja fuers naechste mal nen kontakt geben oder so hehe ;)
AntwortenLöschenGreeze und eine gute woche
Maria