Sonntag, 31.08.2014

So langsam falle ich wieder in alte Verhaltesweisen zurück. Tue vor ihm, als wäre alles in Ordnung, verschweige ihm, wie schlimm es wirklich ist, wie sehr die Nächte mich kaputt machen, in denen ich mittlerweile nur noch zwischen 1-2h Schlaf kriege. Irgendwie versucht mein Körper nicht mal, das nachzuholen. Ich bin rund um die Uhr todmüde, aber ich kann kaum eine Stunde ohne Unterbrechungen schlafen.
Er war da, Samstagmorgen ist er gekommen, wir hatten einen echt schönen Tag, und abends kippte es dann - wieder einmal. Ich wollte den Moment nicht kaputt machen, schließlich haben wir uns die letzten beiden Wochenenden nicht gesehen, und hab versucht, alles soweit wie möglich zu überspielen. Als wir dann im Bett lagen und eines unserer langen und eigentlich wunderschönen, weil ehrlichen und tiefgründigen Gespräche geführt haben, hab ich kein Wort rausbekommen. Ich wollte ihm sagen, dass es mir kontinuierlich schlechter geht. Ich wollte nichts mehr, als das alles endlich rauslassen, weil ich weiß dass er mich nicht verurteilt, dass er mich gehalten hätte und mich beruhigt hätte, genau wie ich es die letzten Wochen so dringend gebraucht hätte. Aber ich konnte nicht. Zu viel hab ich kaputt gemacht, indem ich Menschen die Wahrheit erzählt habe. Vielleicht ist es zu anstrengend, mich auf Dauer so auszuhalten, vielleicht bin ich die Mühe und den Aufwand einfach nicht wert.
Ich weiß, dass es so nicht sein kann. Dass ich schleunigst etwas tun muss, weil es nur noch mehr kaputt macht wenn ich nicht mit ihm rede. Ich will ihn nicht belasten. Nicht riskieren, dass es ihm irgendwann zu viel wird. Und ich will nicht mehr in dieser beschissenen Zwickmühle feststecken...

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