Gerade dachte ich, alles wieder halbwegs im Griff zu haben, da entgleitet es mir schon wieder. Diese verdammten Stimmungsschwankungen machen mich fertig, das Gut und Schlecht driftet immer weiter auseinander. Die letzte Woche war unglaublich schlecht, ich konnte mich kaum bewegen und hatte ein Gefühl, als ob ich demnächst sterben würde (auch wenn das rational gesehen Quatsch ist), die letzten paar Tage hingegen waren unglaublich gut, ich hatte Energie für zehn, ach was, hundert, und eine Bekannte sagte am Telefon, ich hätte so viel gelacht und schiene so fröhlich wie lang nicht mehr. Für mich hat es sich angefühlt, als wäre mein Körper ein Vulkan, fast am Überkochen vor Emotionen, die ich gar nicht alle erfassen konnte. Und jetzt bin ich wieder da angekommen, wo ich angefangen habe. Die Tränen laufen, ich fühle mich schrecklich, eingeengt von der Luft um mich herum und den Wänden sowieso, ich spüre jede Zelle meines Körpers und würde am Liebsten das ganze Paket Tabletten, das noch unberührt vor mir auf dem Wohnzimmertisch steht, in einem schlucken. Es fühlt sich an als würde ein unglaubliches Gewicht auf meinen Schultern liegen, das mit jeder Sekunde mehr droht, mich zu zerquetschen. Ich will endlich raus aus diesem Albtraum.
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