Diese Woche war das reinste Auf und Ab. Im einen Moment versinke ich in irgendwelchen Geschichten, vertiefe mich in Büchern und fremden Welten, im nächsten trifft die Realität mich mit voller Härte wie einen Schlag in den Bauch. Dann fallen mir wieder die Worte meiner Psychologin ein, die mir sagt, wir müssten erst abwarten, bis meine Stimmung stabil sei. Dann entfährt mir oft ein bitteres Lachen. Stabil? Was würde ich dafür geben, nicht immer zwischen unglaublich gut und unheimlich schrecklich zu pendeln. Es muss ja nicht mal auf dem Höhepunkt stehen bleiben, nur Hauptsache diese Schwankungen hören auf, die sind nämlich wirklich kraftraubend.
Ab Montag werde ich wieder arbeiten, und ich hab jetzt schon Angst vor den Fragen, die sie mir stellen werden. Was hattest du denn? Wieso warst du so lange nicht da? Mein Arzt hat gesagt, wenn es doch wieder schlechter werden würde, könnte er mich jederzeit wieder krankschreiben. Aber wie käme es denn, wenn ich erst wieder arbeite, sie mir nichts anmerken, und ich dann doch plötzlich wieder krank bin? Eigentlich wäre so langsam auch die Zeit, in der ich mich entscheiden müsste, ob ich die nächsten Monate nun auf der geschlossenen Station arbeiten wollte. An sich hätte ich nichts dagegen, aber das würde eine ganz andere Art von Belastung bedeuten, zumal ich die Kollegen dort noch nicht kenne.


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