Den ganzen Tag gute Laune vorgespielt, doch abends am Gleis kippt alles. Ich sitze da und friere, beiße mir auf die Lippe, bis ich das Blut schmecke. Am liebsten würde ich einfach anfangen zu weinen, aber nicht hier, vor all den Leuten. Im Zug schaue ich nach draußen, sehe nur Dunkelheit, aber es passt, weil es in mir drin auch nicht heller ist. Meine Finger bohren sich in mein Bein, und es fängt wieder an wehzutun. Gestern Abend geschnitten, und es blutet immer noch. Augen tränenschwer, als ob sie ertrinken würden und doch lasse ich nichts raus, zu viele Leute hier.
Kaum zuhause angekommen will ich hoch in mein Zimmer, alles rauslassen, doch mein Vater zieht mich zur Seite. "Ich hab das Wohnzimmer fast ausgeräumt, ab übermorgen wird renoviert, aber bei den langen Schränken musst du mir eben tragen helfen." Zähne zusammenbeißen, lächeln.
Endlich im Zimmer, fangen die Tränen an zu laufen. Alles in mir tut weh als ob mein Körper gleich platzen würde, und wenn er das wirklich könnte, dann würde nachher nur schwarze, klebrige, stinkende Masse übrig bleiben.
Ich kann nicht mehr.

gnadenlos wortgewaltig.
AntwortenLöschenich wünschte, ich könnte dir etwas erleichterndes sagen. aber was wünschte man sich nicht alles.
ich glaube dir jedes einzelne wort.
alles gute; ich denk an dich.
Triggerwarnun!
AntwortenLöschenIst doch?
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