Sonntag, 04.11.2012

Das Wochenende mit B. war schön, unglaublich schön. Wir hatten viel mehr Zeit als gewöhnlich, weil ich diesmal schon am Freitag gekommen bin. Ihr geht es nicht gut, man hat es immer wieder gemerkt, auch wenn sie ständig versucht hat, es zu verstecken. Ich habe versucht, für sie dazusein, denn wenn ich bei ihr bin, ist für mich alles einfacher, andere Stadt, abseits von meinen Problemen, Freiheit. 
Aber als wir vorhin am Gleis saßen, hat sie kaum geredet, und selbst als die Durchsage kam, dass mein ICE eine Viertelstunde Verspätung hat, hat sie sich nicht gefreut. Um sicherzugehen, dass sie sich nicht sofort nachdem ich weg bin, vor den nächsten Zug schmeißt, hab ich vorher R. zum Hauptbahnhof bestellt, damit sie auf B. aufpasst. 
Im Moment telefonieren wir, und in nicht einmal zehn Minuten ist schon der 5. November, heißt, dann sind wir 1 1/2 Jahre zusammen. Sie hat mir einen dicken Umschlag mitgegeben, als kleines Geschenk, aber ich habe irgendwie Angst, dass es eine Art Abschiedsgeschenk wird... Sie wollte nicht einmal das Zugticket kaufen, damit sie zu meinem Geburtstag kommen kann, sie möchte es lieber allein holen. Ich weiß, dass sie kommen möchte aber ich denke, dass sie nicht glaubt, dass sie dann noch da ist...

Und wie immer bleibt das Gefühl, dass ich sie heute zum letzten Mal gesehen habe. Es wird immer schlimmer, genauso wie die Leere, wenn sie weg ist. Aber ich habe zumindest wieder ein bisschen Energie, und ich werde kämpfen, so lange ich kann. Denn das letzte, was ich will, ist sie zu verlieren.


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