Es ist kein typischer Hilferuf, das merkt man ihr an. Jemand hat mal gesagt, Ich hatte mich nicht umbringen wollen, weil ich das Leben hasste,
sondern weil ich das Leben liebte. Ich glaube, in Wahrheit empfinden
viele Menschen, die an Selbstmord denken, das genauso. aber bei ihr trifft das definitiv nicht zu. Sie hasst nicht nur ihr Leben, sondern das Leben allgemein, hier, in dieser Gesellschaft, mit diesen Menschen.
Unter diesem Aspekt gesehen ist es eigentlich völlig sinnlos und egoistisch, sie hierzubehalten, sie dazu zu zwingen, hier weiterzuleben. Aber ich kann nicht anders, weil sie mir mehr bedeutet als alle anderen Menschen zusammen, weil sie alles ist. Sie ist ich und ich bin sie. Sie kann sich nicht umbringen, ohne gleichzeitig einen Teil von mir zu töten, und das ist es, was sie (noch) daran hindert. Aber ihre Kraft wird weniger, mittlerweile merkt man es immer stärker, und nichtmehr lange, dann wird sie nichts mehr hindern. Spätestens, wenn ihr Vater aus der Türkei zurück kommt. Und das ist schon Mittwoch...
Klinik und Antidepressiva will sie nicht, lässt sie sich nicht "einreden".
Was soll ich also verdammt nochmal machen?


man merkt
AntwortenLöschendas du eine freundin mit einen großen herz hast, und ein mitgefühl das unglaublich erwärmend ist,selbst für mich obwohl ich grad erst dein text gelesen habe.
ich hoffe deine freundin kämpft sich weiter durch das leben, und lernt sich zu akzeptieren, es ist schwer wenn sie kein leises 'hilfe' flüstert. aber es gut das du für sie da bist, du hälst sie damit am leben.