Es war ihr ernst, es war ihr verdammt ernst. Vor einer knappen Stunde:
- Ich kann nicht mehr. Bitte, ich leg jetzt auf. Vergiss bitte nie, dass ich dich liebe.
- Nein, B.! Bitte, mach das nicht. [...] Nimm mich wenigstens mit.
- Kann ich nicht. Versteh mich doch endlich. Es geht nicht. Komm, mach es mir nicht noch schwerer. Ich liebe dich. Für immer.
- [Ich fange an zu Heulen] Nein, nein, nein, nein! Ich lass dich nicht gehen. Wir gehören doch zusammen.
- Hör auf. Du kannst es nicht verhindern.
[...]
Gespräch bricht ab. Ich breche in Tränen aus, greife zur Klinge. NEIN! Ich rufe B. an. Sie geht ran.
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- Sorry, mein Guthaben. Ich muss die Flatrate aufladen.
- Verarsch mich nicht. Du willst gehen...
- Ich ruf an, wenn das Handy aufgeladen ist.
- Lüg mich nicht an! Du willst gehen, du nimmst mich nicht mit, du hast gelogen. Du lässt mich hier. Du wirst nicht anrufen. Du lügst doch.
- Jetzt krieg dich mal wieder ein. Man, mit so jemandem wie dir kann man nicht mal in Ruhe sterben [leicht genervter Tonfall].
- Sorry, aber ich kann dich nicht einfach sterben lassen. Du bleibst. Bei mir. Ich liebe dich. Und du hast gesagt, das mit uns ist was besonderes.
- Ja... Aber... Es kommt grad einfach nicht an. Ich liebe dich auch, weißt du... trotzdem...
- Was? Trotzdem willst du gehen?
- Du bist so schwierig. Ich ruf dich an, wenn das Handy voll ist, komm, mach das Radio an, wir hören unsere Sendung.
- Hmm.. Du rufst wirklich an? Du versprichst es? Du schwörst?
- Auf mein Leben. - Okey, das ist nichts wert. Auf deins. Und auf meinen iPod. Du weißt, wie sehr ich den liebe.
- Versprich mir auch, dass du kein Scheiß baust!
- Hmm. Okey. Bis gleich. Ich liebe dich.
- Ich dich auch...
Wieder breche ich weinend zusammen.
Was, wenn sie nicht anruft?
Was, wenn schon etwas passiert ist?
Was, wenn sie wirklich das Haustelefon versteckt hat, und ich niemandem Bescheid sagen kann?
Was, wenn sie morgen nicht mehr da ist?
Was, wenn sie stirbt?.


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