Was für ein Scheißtag. Schlimmer geht nicht mehr. Es sei denn, B. bringt sich heute um...
Aber alles nacheinander.
1. In der Schule, J. hat Geburtstag. Irgendwie hat jeder ein Geschenk für sie, und tausende nachträgliche Weihnachtsgeschenke bekommt sie auch noch. Ich bin wieder die Deko, mich fragt keiner, ob ich Kuchen will, zu meinem Geburtstag habe ich nichts geschenkt bekommen; man wusste nicht einmal, dass ich Geburtstag hatte. Zu Weihnachten - selbstverständlich auch nichts. Ich frage mich einfach, was ich gemacht habe. Oder was ich hätte machen müssen. Vielleicht bin ich es einfach nicht wert...
2. Ich verpasse den Zug. Nichts schlimmes, aber verdammt ärgerlich. Der Bus kam zu spät, war überfüllt. Ich hab wahnsinnige Platzangst bekommen. Und dann kam ich am Gleis an, der Zug stand noch. Kaum auf den Knopf zum Tür-öffnen gedrückt, fährt der Zug los. Vor meiner Nase. Fuck!
3. Mein Dad.
- Ich wollte dir ein Sparkonto anlegen, da kannst du das Weihnachtsgeld drauftun, und dann tu ich jeden Monat was dazu, so 200 oder so, dann kannst du dir bald den Führerschein leisten. *stolz*
- Super Idee! Denk dran, du willst mit B. weg. Und an das Sparkonto kannst du erst mit 18. Behalt das Geld. - Hmm.. ne, danke, ich hab das Geld lieber hier.
- Wieso das? Find ich nicht gut! Damit du damit noch öfter zu B. fahren kannst? Du verbaust dir deine Zukunft, Mädel!
- Ich fahr doch gar nicht zu ihr. Wieso kommt ihr immer an mit Abi, Studium, Führerschein, blablabla. Wieso könnt ihr mich nicht einmal selbst entscheiden lassen? Sorry, Papa, dass du das abbekommen hast, aber das musste mal raus.
- Ach, mach deinen Scheiß doch alleine.
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4. Eben gerade kam die Freundin von meinem Dad rein und wollte mit mir reden.
- Du, ich wollte dir nochmal sagen, dass ich das Verhalten von deiner Mutter am Geburtstag von deinem Bruder echt sch**** fand. Ich will sie jetzt nicht schlecht machen, aber es war echt gemein. Es tat mit weh, zu sehen, dass es dir so schlecht ging deswegen. Deine Mutter sollte sich echt einen Psychologen suchen. Also, falls was ist, ich bin für dich da, nicht als Mutterersatz, sondern als große Schwester oder als Freundin. Deine Mutter versucht immer, dir ihren Weg aufzuzwingen, und wenn du doch deinen eigenen gehst, und mal auf die Schnauze fliegst, dann lässt sie dich liegen. Das ist nicht richtig, eine Mutter sollte für dich da sein.
- Hmm.. Danke.
Erstmal, NEIN, sie will sich nicht einschleimen. Weil sie mir nämlich genauso sagt, wenn ihr was an mir nicht passt.
Aber es ist einfach so verzwickt. Ich mein, klar, es ist schön, zu wissen, dass man nicht der einzige Mensch ist, der meine Mutter so sieht. Als das, was sie wirklich ist. Ich wünschte mir nur, es käme von ihr. Also von meiner Mum. Auch wenn das nichts besser machen würde, weil sie schon zu viel kaputt gemacht hat. Weil sie mich zu sehr kaputt gemacht hat. Aber es würde sich nicht so falsch und verschoben anfühlen...
5. B. fühlt sich vernachlässigt, weil es ihr nach wie vor schlecht geht. Und mir eben auch. Sie meint, ich würde sie nicht mehr verstehen und sie mich nicht mehr. What the fuck? :(
Ich will einfach nur weg sein.
"She dreamed of para-para-paradise".


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