Dienstag, 02.07.2013

Auf der Arbeit läuft es gut, viel besser als erwartet. Es macht mir Spaß, auch wenn ich viel früher aufstehen muss als vorher, ich gehe gern hin.
Aber abgesehen davon wird alles schlimmer. Mit B. ist immer mehr Streit, sie interpretiert jedes "Ich kann erst später anrufen, weil ich arbeiten muss." oder "Ich kann während der Arbeit nicht schreiben" als ein "Ich will Schluss machen." Das ist wieder zusätzlicher Stress, den ich nicht gebrauchen kann. Außerdem gibt es viel zu klären mit dem Amt, den Krankenkassen und meiner Mutter, wegen Unterhalt und anderem Papierkram.
Mein nächster Termin bei der Psychologin ist erst in drei Wochen, und das gerade jetzt, wo es so wichtig wäre, mit ihr zu reden. Sobald ich zuhause bin, entgleist mir alles, ich fühle mich chronisch depersonalisiert, nur auf der Arbeit geht es, weshalb ich länger dort bleibe als ich müsste. Morgen kommt dann noch B. und ich befürchte, wir werden uns streiten, weil ich unerträglich bin momentan nein, eigentlich immer. Ich kriege immer mehr Angst vor mir selbst und vor diesen selbstschädigenden Gedanken, die immer häufiger einfach plötzlich durch meinen Kopf schießen. Sobald ich nach Hause komme, fällt die Selbstkontrolle. Dann möchte ich Druck ablassen, irgendwie, durch Schneiden, durch Sex, durch irgendwelche Drogen, Alkohol, Zigaretten. Aber das geht nicht und das darf ich nicht. Ich muss mich zusammenreißen.

2 Kommentare:

  1. Ich lese deinen Blog jetzt schon ein bisschen.
    Bleib stark, du kannst alles schaffen. Wir kennen uns nicht, aber du sollt das einfach wissen!

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