Freitag, 14.06.2013

Gestern Abend, irgendwann gegen Mitternacht. Ich sitze auf dem Balkon, neben mir sitzen L. und sein französischer Austauschschüler. Der Balkon ist so klein, dass wir uns alle zusammen quetschen müssen. Jeder von uns hält ein Bier in seiner Hand, der Franzose raucht und L. hat die Chips beschlagnahmt. Die ganze angespannte, distanzierte Stimmung der letzten Tage ist weg, wir sitzen einfach da, entspannt und glücklich. Ja, glücklich, zumindest für diesen Abend.
Irgendwann geht L. kurz rein und sein Austauschschüler und ich fangen an, uns auf französisch zu unterhalten. Es tut gut, so unglaublich gut, dass sich das wahrscheinlich kaum jemand vorstellen kann. Als wir ausgetrunken und zuende geraucht haben, gehen wir rein zu L., der gerade am PC "typisch deutsche" Musik anmacht. Wir setzen uns auf den Boden neben ihm und L. und ich fangen an, mitzusingen. Normalerweise ist mir soetwas immer zu peinlich, aber an diesem Abend geht es, warum auch immer.
Irgendwann geht der Franzose ins Bett, L. und ich bleiben zurück. Er nimmt mich in den Arm, länger als sonst. "Ab morgen bist schläfst du ja bei A., dann sehen wir uns erst morgen Abend, zum Konzert. Also dann, schlaf schön." Richtig, das Konzert. Hoffentlich wird alles so, wie ich es mir vorstelle...

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