Ich muss jetzt mal etwas loswerden, auf das ich nicht besonders stolz bin. Die Sache ist die, seit K. und ich offiziell getrennt sind, treffe ich mich ab und an mit anderen Typen. Nicht mal mit der Absicht, mit ihnen irgendetwas anzufangen. Auf der einen Seite finde ich persönlich es viel entspannter, mit Kerlen etwas zu unternehmen und auf der anderen - zugegeben - geht es irgendwie um Aufmerksamkeit. Ich liebe es viel zu sehr, wenn jemand Interesse zeigt, und ich verpasse viel zu oft den Punkt, an dem ich Klartext spreche. Dann ist da plötzlich diese Zwickmühle, denn gleichzeitig will ich niemandem wehtun und denke mir hinterher "Du hättest nicht flirten sollen, wenn du sowieso nichts von dem Kerl willst." Trotzdem mache ich es ständig.
Es gab diese Zeit, in der K. sich ständig mit einem Mädchen aus seiner Berufsschule getroffen hat.. Da habe ich dann zufällig einen ehemaligen Kumpel wiedergetroffen und ich hab es viel zu weit getrieben. Wir sind im Bett gelandet, obwohl ich nicht wollte. Danach hab ich mich heulend im Bad eingeschlossen, es gab ein dreistündiges Telefonat mit K., in dem er mir gesagt hat, dass er auch mit diesem Mädchen geschlafen hat. Daraufhin bin ich aus Protest bei diesem anderen Typen geblieben, hab irgendwie alles über mich ergehen lassen und mir dabei selbst am meisten wehgetan. Wenn ich könnte, würde ich das sofort rückgängig machen. Manchmal wache ich jetzt noch nachts auf und mir tut alles weh, weil es diesem Kerl völlig egal war, was mit mir ist, solange er seinen Spaß hatte. Am Ende bin ich trotzdem selbst schuld, weil ich nicht einfach "Nein" gesagt habe..
Ich weiß, warum ich zu so etwas neige, aber ich habe keine Ahnung, wie ich das ändern kann. Auch am Wochenende wieder, zuerst auf dem Abiball meines Bruders, anschließend in der Disko und am nächsten Tag auf dem Straßenfest in meiner Stadt. Ein Kumpel, den ich seit fünf Jahren kenne, sehr viel Alkohol, enges Tanzen und am Ende hat er mich in einer ruhigen Ecke in einer Bar geküsst.
Vielleicht erinnert sich noch einer von euch an B. Damals mit ihr gab es so etwas ähnliches, ich war auf meiner Abschiedsfeier in der zehnten Klasse, und einer der Jungs hatte anscheinend irgendwie Interesse an mir. Ich bin drauf eingegangen bis er mich plötzlich geküsst hat. Danach war ich vor Schreck und Schuldgefühlen so paralysiert, dass ich abgehauen bin.
Als ich mit K. zusammen war, ist das nie passiert.. Ich hatte dieses Gefühl nicht mehr, dass ich mehr brauche als eine einzelne Person mir geben kann. Er hat mich ausgefüllt und ich brauchte nichts und niemanden anders. Aber jetzt.. Ich liebe ihn, wirklich, und das von ganzem Herzen. Nur, auch wenn ich eigentlich nur ihn will, hole ich mir das, was mir fehlt, bei Anderen. Man könnte vielleicht sagen es sei okay, weil ich ja praktisch gesehen nicht mit K. zusammen bin. Aber es ist einfach so verdammt egoistisch. Ich habe momentan mal wieder zwei Typen, die beide was von mir wollen und die ich die ganze Zeit abwimmle. Klar, selbst schuld, aber ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich momentan nicht aus diesem Kreislauf herauskomme.
Es kostet mich wirklich viel Überwindung, das hier zu veröffentlichen und ich hoffe wirklich, dass ihr mich nicht dafür verurteilt.


Bist du es dir nicht zu schade einem Kerl hinterher zu laufen. Schade wenn eine Frau sich auf einen Kerl hinuter läßt. Kann man wohl nichts machen.
AntwortenLöschenGenerell schon. Aber ich kenne K. und er kennt mich. Das ist eine ziemlich komplizierte Geschichte, und genau genommen ist es kein Hinterherlaufen.
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