Mittwoch, 19.06.2013

Seit gestern Abend bin ich wieder da. Ich fahre nie gern weg, aber diesmal war es schlimmer als sonst, anders schlimm. Es ist, als würde ich mein Leben dort lassen, es bleibt zurück, wie ein vergessener Koffer auf dem Gleis. 
Jedes Mal, wenn ich zurückkomme, kann ich die Kälte förmlich spüren, die Einsamkeit und die Leere, die auf mich warten, wenn ich meine Zimmertür aufstoße. Es ist der Gegensatz, zwischen hier und dort. Es ist wie Tag und Nacht, oder eher wie eine verdorrte Steppenlandschaft und eine Wiese voll mit leuchtend bunten Blumen und saftigem Gras.
Sobald ich hier ankomme, fehlt ein Teil von mir, dann fängt der Kampf ums Überleben wieder an, der Kampf mit der Klinge und den ganzen Problemen.
Und um das wenigstens einmal nicht spüren zu müssen, wird morgen auf der Abiparty ordentlich eskaliert. Völlig egal, dass ich alleine vorglühe, allein dort hinfahre und mich dort allein betäuben werde. 
Alles ist besser, als sich so zu fühlen.



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