Als ich angekommen bin, war noch alles okey, dachte ich zumindest. Wir haben nicht besonders viel gemacht, also nicht viel mehr als üblich, wir waren am Rhein, sind durch die Altstadt gelaufen und waren im Park.
Die ersten zwei Nächte habe ich bei einer guten Freundin geschlafen (haha, Pingu, du wirst doch erwähnt!) und die restlichen vier Nächte bei einem Kumpel. Mit dem hab ich eigentlich viel mehr gemacht als mit B., wir sind zB nachts im Wald gewesen und über den abgeschlossenen Zaun von einer Schule geklettert (was ich übrigens schon immer mal machen wollte) und er hat mir vorgelesen und mich in den Arm genommen, als es mir nicht gut ging.
Langsam ist mir dann immer mehr aufgefallen, wie wenig B. noch für die Beziehung tut, und dass es nicht angehen kann, dass Menschen wie dieser Freund sich mehr um mich kümmern als meine Beziehungspartnerin.
Jetzt sitze ich hier, habe das Gefühl, ich hab mir wochenlang was vorgemacht um nicht sehen zu müssen, wie kaputt das alles hier ist. Ich kann meine Gedanken nicht ordnen, distanziere mich innerlich immer mehr von B., ich hätte sogar fast mit ihr Schluss gemacht, aber am Ende hab ich es doch nicht übers Herz gebracht. Jetzt bemüht sie sich wie sonst was, reißt sich den Arsch für mich und die Beziehung auf, und ich komme mir schrecklich vor, weil ich dabei kaum noch etwas fühle, außer Schuld.


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