Ich ich brauche jemanden hier, einen Freund. Das Problem ist, dass meine Ansprüche unerfüllbar sind. Ich habe immer ein klares Bild von dem, was ich will im Kopf, sowohl in der Freundschaft als auch in der Liebe. Bei B. war es Zufall (unsere Geschichte wird auf mehrfachen Wunsch hin in den nächsten Tagen folgen), und ich glaube mittlerweile, dass kein "normaler" Mensch auch nur annähernd so weit an meine Vorstellungen herankommt wie sie.

Aber da ist noch die andere Seite, die Freundschaft. Die einzige Freundin, die ich habe, ist T., seit 16 Jahren kennen wir uns und sie kennt mich ziemlich gut, aber da sie wirklich sehr selten Zeit hat, ist sie nicht wirklich das, was man als beste Freundin bezeichnen würde. Sonst gibt es nichts außer flüchtigen Schulbekanntschaften, man sieht sich, man versteht sich, aber man trifft sich nicht. Ich sehe es nämlich nicht ein, mich mit jemandem nach der Schule zu treffen, der entweder die ganze Zeit - ungelogen! - das Smartphone vor der Nase hat (Ju.) oder mir davon erzählt, wie schön sein Leben ist. Vor kurzem hat sich eine ehemalige Freundin wieder gemeldet, an sich freut es mich, sie hat gesagt sie wäre jetzt wieder für mich da, hätte mich vermisst, etc. Trotzdem weiß ich, dass das ähnlich oberflächlich bleiben wird, wie der Rest. Eventuell werde ich ihr von meinen Probleme erzählen, wenn es sich ergibt, aber emotinal wird da nicht viel kommen. Seit J. kann ich diese Mädchenfreundschaften nicht mehr ab, ich hab keine Ahnung wieso, aber sie langweilen mich.
Außerdem brauche ich irgendwie einen Mann, einen besten Freund, eine Art großen Bruder. Wahrscheinlich liegt es daran, dass mein Dad damals so selten da war und erst jetzt langsam zu einem richtigen Vater wird... Wisst ihr, B. ist toll, und ich liebe sie, und wenn wir zusammen sind, reicht es völlig aus. Aber hier, in dieser Stadt, ziemlich allein, brauche ich jemanden, der auf mich aufpasst, einen Beschützer. Und da ich leider keinen großen Bruder bekommen habe, muss ich irgendwo jemanden anders finden.
Ohman, das klingt so bescheuert... Ich will weder einen Lückenfüller für B. noch will ich sie betrügen. Meinetwegen könnte dieser Junge dann auch schwul sein, dann bestünde auch keine Gefahr, dass sie Freundschaft am Ende zerbricht, weil er sich in mich verliebt und ich nicht in ihn, weil ich ja mit B. zusammen bin. (Ich glaube zwar nicht, dass das jemals passieren würde, aber nur für den Fall...)

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich wünsche mir einen besten Freund, wie einen Bruder, ohne jegliche Hintergedanken, einen, mit dem ich auch mal Transformers gucken kann, einen, der mich auslacht wenn ich vor dem Fernseher rumscreame, wenn ich meine Rise Against DVD schaue, einen, der mir direkt sagt, wenn er was scheiße findet (nicht wie diese verlogenen Weiber). Haha, als ob ich jemals so einen finden würde. Ich habe schon B., die ich nicht verdient hab, also habe ich einen zweiten tollen Menschen erst recht nicht verdient.
Wie ich meine Wunschvorstellungen und hässlichen Utopien hasse, ich könnte kotzen.

1 Kommentar:

  1. oh mann ...
    Ich versteh dich. So einen großen Bruder hab ich mir auch schon immer gewünscht. Bekommen hab ich zwei kleine nervige Brüder. Die sich ein scheiß für mich interresiern. Für die bin ich die jenige die sie immer zurück pfeift.
    Beim Thema Freunde hab ich das gleiche Glück wie du. Und ich kann dir nur sagen das ich dir alles Glück dieser Welt schenke. (Und das du einen Kumpel findest oder eine Freundin die keine handysüchtige Bitch ist.)
    Und natürlich auch viel Glück in all den anderen Sachen^^

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