Montag, 09.07.2012

Glück gehabt, denke ich mir. Es regnet nicht mehr. Ich steige aus dem Zug, doch nach ein paar Schritten fängt es wieder an zu regnen. Komm, so schlimm ist es auch nicht. Es wird immer stärker, ich ziehe mir die Kapuze von meiner geliebten schwarzen Adidas-Jacke (die eintlich mal meinem Dad gehört hat und deshalb viel zu groß ist) tiefer ins Gesicht. Doch mit jedem Schritt wird der Regen stärker, meine Schuhe sind schon durchgeweicht, jetzt sind die Socken dran. Als ich endlich am Fahrradständer ankomme, bin ich fast bis auf die Unterwäsche nass. Auf dem Fahrrad kann ich auch nicht mehr fahren, der ganze Sitz hat sich mit Wasser vollgesaugt. Na super. Dann darf ich den Rest wohl auch noch laufen... Ich schiebe mein Fahrrad durch die Straßen, langsam fange ich an zu frieren. Niemand da, nur der Regen, der unaufhörlich auf mich drauf prasselt. So fest, dass es fast schon wehtut. Ein Auto fährt vorbei, durch eine riesige Pfütze, direkt neben mir. Ich laufe weiter, nass und frierend, und niemand merkt, dass zwischen den kalten Regentropfen auf meinem Gesicht auch ein paar warme Tränen meine Wangen hinunterlaufen.

1 Kommentar:

  1. Sehr wundervoll geschrieben und das Bild passt hervorragend dazu.

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