Freitag, 20.04.2012

Endlich ist diese beschissene Woche um. Jeden Tag das Gefühl, der Tag hätte gar nicht existiert. Im Kopf immer Du hast doch frei heute. Warum stehst du so früh auf? Was machst du am Bahnhof? Warum sind so viele Leute in der Schule? Es fühlt sich im Moment alles an wie Film. Aber in negativer Hinsicht. Als wäre alles aus Pappe, die Leute, die Schule, alles. Einmal Pusten und alles fällt.
Alle sagen immer "Ich bin für dich da, ich hör dir zu" und dann - kann man sich doch auf niemanden verlassen. Dieses ständige "wird schon wieder". Ihr wisst doch nicht mal, was genau los ist. Ich muss endlich hier weg. In meinem Kopf ist das absolute Chaos, Erwartungen, die ich erfüllen muss, egal ob von mir selbst oder von anderen gestellt, es sind Erwartungen, die ich nicht erfüllen kann. Und die ich teilweise auch gar nicht erfüllen will. Was nützt mir denn ein Leben, dass sich nur nach meinem Job richtet, wo ich am Ende mit Burnout und einer gescheiterten Beziehung dastehe? Das Wichtigste für mich ist es, später glücklich zu sein, mir eine kleine Wohnung finanzieren zu können und meine B. zu heiraten. Ich sehe es absolut nicht ein, das zu tun, was alle erwarten und dabei unglücklich zu sein.
Alles was ich will ist, mein Leben selbst zu gestalten. Mein Leben mit B. Nicht mehr das Gefühl zu haben, meine ganze Familie zu enttäuschen, wenn ich eben kein Einser-Abitur habe, keinen Job habe, mit dem meine Mutter später beim Kaffeklatsch angeben kann und mir kein riesengroßes Einfamilienhaus mit Pool und großem Garten leisten kann.
Ich will endlich aus diesem Käfig raus, der sich Leben nennt, die Flügel ausbreiten und fliegen. Weg.


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