- "Soll ich kommen, B.?"
- "Ich weiß nicht.. Ja."
- "Okey, ich fahre zum Bahnhof, nehme den Zug um 10 und bin um halb 4 bei dir. Ich weiß, ist spät, denkst du, du packst das bis dahin?"
- "Du willst wirklich kommen? Oh, Maus, wenn du wüsstest, wie schlecht es mir geht... Kannst du wirklich kommen?"
- "Ja. Ich bin auf dem Weg zum Bahnhof."
Um 4 war ich da, eine halbe Stunde später als geplant, weil's eine Sperrung auf der Strecke gab und ich 'nen kleinen Umweg nehmen musste.
Sie sah so fertig aus. Völlig am Ende. Ich hab mich wahnsinnig erschrocken. Auch nach zwei Stunden, als wir zusammen am Rhein saßen, war sie immer noch so hoffnungslos. "Ich weiß nicht mehr was ich machen soll... Du wirst mich auch verlassen, weil es mir so schlecht geht, und weil ich deswegen so mies zu dir bin... Ich will mich einfach umbringen... " Dabei hat sie die ganze Zeit auf eines der großen Hochhäuser an der Rheinpromenade geschaut. Ich zog sie an mich. "Komm mal her. Ich hab dir gesagt, ich setz mich in den nächsten Zug und fahr zu dir, und das habe ich auch gemacht. Merkst du endlich mal, wie sehr ich dich liebe?" - "Wieso bist du so lieb zu mir... Weißt du, ich hab so lange gesucht, nach einem Mäuschen wie dir, und jetzt hab ich eins... Aber ich hab das doch gar nicht verdient..."
Der Satz endete in einem erstickten Schluchzen. Dann brach sie in Tränen aus. Ich hab sie festgehalten, ganz fest, und ihr über den Kopf gestrichen, während sie in meine Jacke geweint hat. Der eine Satz, den ich ihr immer wieder gesagt habe. Ich bin da, Spatz. Ich bin doch da. Du bist nicht allein.
Später sind wir noch kurz ins Hotel gefahren, dann eine Freundin abgeholt und mit ihr B. zur S-Bahn gebracht.
Als ich eine Stunde später zurück ins Hotel kam, hat B. schon angerufen. Wir haben die Nacht durchtelefoniert und morgens hat sie mich abgeholt, mir Croissants mitgebracht.
Dann sind wir in den Park gefahren, in dem wir uns das erste Mal geküsst haben. Ich hab sie getragen und wir sind zusammen einen Hügel runtergerannt. Unten angekommen sind wir hingefallen, sie auf mich drauf, und wir haben uns geküsst. Mittags sind wir zusammen essen gewesen, wir haben uns in ein kleines Restaurant gesetzt und uns eine Pizza geteilt.
Und als ich dann gestern, zwei Stunden später als geplant,
Und wieder einmal wird mir klar: B. ist die Eine, die, die mich bis zum Schluss begleiten wird, und die ich nicht mehr loslassen werde. ♥

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen