Gestritten, gelitten, geschnitten.
So sah das Wochenende aus. B. hat beschlossen, zu sterben. Sie weiß nicht, ob sie mich mitnimmt, aber sie hat ein Datum. Nach all dem, was ich ihr gesagt habe, kann ich nur hoffen, dass ich noch genug Zeit habe, um ihr zu beweisen, dass ich sie wirklich liebe. Um ihr zu zeigen, dass sie nicht mehr allein ist. Und um sie irgendwie umzustimmen.
Gerade, am Telefon:
B.'s leises Schluchzen.
- Hey, was ist los, Spatz?
- Ich hab Angst, dass du gehst...
Ich hab Angst um sie. Immer mehr. Sie wird immer schwächer, redet kaum noch und wird immer blasser und dünner. Man hört und sieht förmlich, wie sie am Ende ist.
Ich will sie auffangen, sie halten, nie mehr loslassen. Der Fels in der Brandung sein und die, auf die sie sich verlassen kann. Die immer für sie da ist, ihr zuhört und sie nie mehr allein lässt. Die sie in den Arm nimmt, wenn sie weint. Die ihr die Tränen von den Wangen küsst und ihr die Liebe gibt, die sie braucht.
Ich will, dass es ihr gut geht. Dass sie es gut hat, selbst wenn es nicht mit mir ist. Aber dafür muss sie raus, raus aus ihrer Stadt, und weg von ihrer Familie, weg von ihrer Schule. Ich werde mit ihr gehen. Bald ist es so weit. Dann hält uns nichts mehr auf, auf dem Weg in die Freiheit.
B., ich werde auf dich aufpassen, so lange du lebst..

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