Heute Morgen nach dem Sportunterricht. Alle gehen zusammen zur Bushaltestelle, alles aus dem Kurs, lachend und fröhlich. Ich laufe ganz hinten, es kümmert keinen, dass ich mit meinem kaputten Fuß nicht so schnell laufen kann. Und dann wird mir klar: Diese Schule ist auch nicht besser als die letzte. Weil es nicht an den Leuten liegt, sondern an mir. Ich erwarte zu viel von dieser verlogenen Gesellschaft.
Ich frage mich, wo moralische Werte hin sind. Wo sind die wahren Freunde, die bei einem sind, die es merken, wenn man zurückbleibt und einem die Tränen über das Gesicht laufen? Wo sind diese besonderen Menschen, denen man etwas bedeutet und mit denen man sich blind versteht? Wieso wird einem als Kind so eine Vorstellung von Freundschaft vermittelt, wenn es in der Realität doch ganz anders aussieht?
Und die Liebe? Wo ist die Liebe hin, wenn jede zweite Fickmichblond-Tussi allen ihren Freunden, von denen natürlich alle 300 ihre besten Freunde sind, ein "Ich liebe dich" schenkt? Wenn irgendwelche 12-Jährigen schon mehrere Beziehungen haben und zu jedem neuen Freund sagen, er wäre ihr Leben und ohne ihn wären sie nichts?
Die Liebe hat viel zu sehr an Bedeutung verloren, man sollte solche Worte nur benutzen, wenn man sie wirklich meint, und sie nicht wahllos zu jedem x-beliebigen sagen.
Also auf jeden Fall in einer Beziehung, aber nur, wenn man sich sicher ist und nicht zu oft, damit es die Magie nicht verliert und auch noch nach Monaten und Jahren ein Kribbeln im Bauch macht. Und zu der besten Freundin, aber nur, wenn sie es nicht erst seit gestern ist. Zumindest ist das meine Meinung. Also passt auf die Liebe auf und seid gute Freunde (:

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen