Es ist Montagmorgen und ich hab noch 3 Tage frei. Am Donnerstag muss ich wieder zur Schule. Mich packt jetzt schon die Angst. Ich will da nicht wieder hin. Ich will nicht, dass B. wieder arbeiten geht und wir nur abends telefonieren können. Ich will nicht, dass es ihr dann wieder noch schlechter geht als ohnehin schon. Ich will nicht wieder diesen Druck wegen dem Scheiß-Langzeitreferat, das ich natürlich immer noch nicht hab. Weil ich einfach eine absolute Versagerin bin, was Zeitplanung bzw. -einteilung angeht, und weil ich jemanden brauche, der mir (wie einem kleinen Kind) sagt, was ich tun soll. Wunderbar. Dann meine Eltern, setzen mich immer mehr unter Druck wegen dem Führerschein. "Pack doch was von dem Weihnachtsgeld auf die Bank! Du hast doch so viel!" - Ja. Und das brauche ich. Ich will schließlich mit B. weg. Und mit ein bisschen Geld lässt es sich leichter abhauen. Dann meine Mutter. Denkt, sie kann sich einfach in mein Leben einmischen. Sagt zu meinem Dad: "Warum hast du mir nicht gesagt, dass unsere Tochter an Silvester doch noch weg war? Was hat sie denn gemacht?" - Gesoffen. Geraucht. Sich gewünscht, zu sterben, bevor das Jahr vorbei ist. Was geht sie das an? Sie hat sich nie darum gekümmert, wie es mir geht, und wenn, dann nur für Publikum. Wenn jemand dabei war, war sie die netteste Mum der Welt. Es gab bzw gibt ja auch einen Ruf zu verlieren. Die Vorzeigemama mit Superjob bei der Dorfpolizei. Sie ist eine von den Bullen, die immer so tun als würden sie einen verstehen, aber im Endeffekt nehmen sie einen überhaupt nicht ernst. Soll heißen, wenn niemand dabei war, war ich ihr scheißegal. Alles musste perfekt sein. Wie ich sie hasse.
An dieser Stelle ein dickes 'Dankeschön' an meine französische Austauschschülerin, die mir damals so viel beigebracht hat und mir gezeigt hat, dass Familie auch anders geht.
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Ich hoffe, ihr bleibt beide stark!
AntwortenLöschenIch wünsche euch viel, viel, viel Glück und alle Kraft der Welt ! ♥