Mittwoch, 07.12.2011

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Hmm. Zuerst die gute. B. lebt noch.
Der Haken ist nur: Das heißt natürlich nicht, dass die Suizidgedanken weg sind. Nein. Sie sind immer noch da. Alex, es tut mir Leid für gestern. Ich sag dir einfach nicht Bescheid, okey? Und das ist einfach viel schlimmer. Weil ich jetzt jeden Tag Angst habe, einzuschlafen. Sie könnte ja morgens tot sein. 
Ich würde es nicht ertragen; sie zu verlieren. Zu viele Menschen, die gegangen sind. Und sie hat gesagt, sie bleibt für immer. Sie lässt mich einfach allein. Nein. Es ist nicht so, dass ich es nicht verstehen kann. Ich an ihrer Stelle hätte schon lange aufgegeben. Aber sie hat es versprochen. Ekelhaft, wie egoistisch ich bin.
Wieso machst du das? Du erwartest von allen, dass sie ihre Versprechen halten! Warum tust du es dann nicht, B.? - Weißt du, bisher hat keiner sein Versprechen gehalten. Warum sollte es bei dir anders sein? Und selbst wenn. Es tut mir Leid, aber es war doch klar, dass einer am Ende alles abbekommen würde. - ... 
 Einweisen lassen kann ich sie nicht. Ganz ehrlich - will ich auch nicht. Jemanden, der wirklich so eine Abneigung gegen die Psychiatrie und allgemein gegen das Leben hat, kann man nicht zu sowas zwingen. Und ich versteh sie, das wäre irgendwo einfach 'ne Art von Verrat. Würd ich glaub ich auch so sehen.
Aber ich könnte auch keine Hilfe holen, selbst wenn ich es merken würde, dass bzw wann sie was vorhat.
Ich kenn sie gut genug um zu wissen, dass sie vorher das Haustelefon und die Handys ihrer Eltern ausstellen würde, sodass ich nicht anrufen könnte. Und bis ein Notruf von hier bis zu ihr kommt, wäre es sicher sowieso schon zu spät.

Bleibt die Frage: Was kann ich noch tun?






 Und noch dazu regnet es...

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