Es ist merkwürdig, zu wissen, dass das Jahr bald vorbei ist. So viele Fragen, die noch offen sind. So vieles, was ungeklärt bleibt. Ich habe Angst vor dem neuen Jahr. Für mich bedeutet das ein Ende. Und zwar das Ende von allem, wie es jetzt ist. Das heißt, wenn B. dann noch lebt.
Denn dann werden wir zusammen gehen, irgendwohin, wo uns niemand kennt. Wir werden vielleicht auf der Straße schlafen müssen, vielleicht werden wir ausgeraubt oder auch im Schlaf abgestochen (passiert ja oft genug) oder wir haben einfach irgendwann kein Geld mehr und müssen sehen, wie wir überleben. Ja, ich habe Angst davor. Aber nicht vor dem Tod. Schließlich ist B. bei mir. Das ist die gute Sache daran, der Grund, warum ich es tue. Weil wir dann zusammen sind. Und das ohne Trennung am Abend oder spätestens nach 2-3 Tagen.
Ich habe auch Angst um meinen Dad. Ich will nicht, dass er sich zu viel Sorgen macht. Am besten gar keine. Ich werde vorher einen Brief schreiben, weil es wahrscheinlich einige Zeit vor dem Geburtstag von meinem Bruder sein wird. Einen Brief, in dem zumindest steht, dass es mir Leid tut und es nichts mit ihm (meinem Dad) zu tun hat und dass er sich keine Sorgen machen soll.
Ich werde das neue Jahr auf jeden Fall nutzen, um noch mehr für B. dazusein, sie besser zu unterstützen und ihr so viel wie möglich von dem zurückzugeben, was sie mir gibt.
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